Unsere nächstes Projekt führte uns diese Woche in den schönen Schwarzwald. Wenn man in den beschaulichen Ort Baiersbronn kommt, dann ahnt man zunächst einmal gar nicht, was hier für ein toller Schanzenkomplex steht. Mit insgesamt fünf Schanzen von 7 bis 85 Metern K-Punkt ist die Arena auch ohne Großschanze beachtlich. Kein Wunder, dass aus der Gegend immer wieder großartige Talente hervorkommen, so wie unter anderem Manuel Faisst oder Svenja Würth.
Die Schanzenanlage ist nur im Winter springbar, und bis heute war und ist die Präparierung alles andere als einfach. Man muss hoffen, dass es Frau Holle gut meint und von oben reichlich Schnee schickt. Dazu noch tiefe Temperaturen, eine Portion weißes Gold aus der Kanone und ein paar kräftige Männer, und schon hat man alle Zutaten für einen theoretisch einwandfreien Sprungbetrieb. Nein Spass beiseite, es ist ein großer Aufwand, die Schanzen sprungbereit zu machen. Zum Aufsprunghang, der etliche Kubikmeter Schnee verschlingt, kommt dann noch der Anlauf. Und der hat es zum präparieren wahrlich in sich, da er komplett aus Schnee bestand. Hatte man alles fertig präpariert kam es schon des öfteren vor, dass der Regen kommt und alles wieder Zunichte machte.
Zumindest diese eine neuralgische Stelle ist jetzt deutlich entschärft. Als mich der ortsansässige Verein bezüglich einer neuen Spur für die K60 Schanze kontaktierte, zauberte es mir ein Lächeln ins Gesicht. Nicht nur dass Baiersbronn eine Nummer im Nachwuchsbereich ist. Nein, es ist auch unser zweiter Schanzenkomplex, den wir im wunderschönen Schwarzwald ausrüsten dürfen.
So rückten wir Anfang dieser Woche an und staunten nicht schlecht, welch tolle Vorarbeit der Verein bereits geleistet hat. Der alte Unterbau wurde komplett entfernt und gegen einen neuen ausgetauscht. Das Profil ist nahezu perfekt, ideale Bedingungen, um unsere weltbekannte Clubtrack Spur auf der zweitgrößten Schanze zu verlegen. Nach einigen Tagen Bauzeit und etlichen Schrauben und Spurmodulen später packten wir heute unsere Sachen und übergaben die fertige Spur dem Hausherren.
Mit der neuen Clubtrack Spur braucht man ab jetzt im Anlauf keinen Schnee mehr. Ab nun wird ganzjährig auf hochwertigsten Keramiknoppen angefahren, womit die Präparierung des Anlaufs nahezu wegfällt. Vorbei sind die Zeiten, in denen aufziehender Regen den Puls beim Veranstalter höher schlagen lies.
Man sieht hier gut, was alles möglich ist, wenn Vereine einen starken Willen zeigen, etwas zu verändern und ihre Kräfte bündeln. Die Anlage soll im Dezember sprungbereit sein und ich bin schon sehr gespannt, was die Athletinnen und Athleten zu unserer neuen Spur sagen. Wir für unseren Teil sagen DANKE für das Vertrauen und wünschen viel Spass mit der neuen Clubtrack Spur.











