Diese Woche sind wir im Schanzenzentrum in Tschagguns im Montafon – und ja, die Natur hier ist überwaltigend, vor allem jetzt im goldenen Herbst. Aber wir sind tatsächlich zum Arbeiten hier. Die Schanze ist seit vielen Jahren ein wichtiger Trainingsstandort für den Nachwuchs, und damit das so bleibt, bekommt sie von uns gerade recht vor dem Winter ein technisches Update mit ein paar neuen Komponenten.
Als erstes war die Spaltabdeckung dran. Ein Bauteil, das im Betrieb ordentlich was aushalten muss – täglich, bei jedem Wetter, ganz ohne Applaus. Nun wurde sie erneuert, um optisch, aber vor allem auch sicherheitstechnisch wieder auf dem neuesten Stand zu sein. Anschließend haben wir den Fräskopf und die Messer getauscht, damit die Spuroberfläche noch sauberer gefräst wird: glatt, gleichmäßig und zuverlässig reproduzierbar – so, wie man es sich als Skispringer eben wünscht.
Dazu kommt unsere neue Entwicklung zum Einsatz: ein 3D-Fräskopf. Er fräst die Anlaufspur inklusive der Längsrillen dreidimensional aus – ohne Ecken, Kanten oder Überraschungen. Damit bleibt die Spur vom ersten bis zum letzten Springer fair, stabil und vor allem konform mit den aktuellen FIS-Vorgaben.
Ganz besonders wichtig dabei: die neue Regelung zum Mindestabstand zwischen den Seitenwangen und der ersten Tiefenfräsung. Ein Detail, das man nicht unbedingt im Fernsehen sieht – aber das spürbar Einfluss auf den Anlauf hat. Diesen Punkt haben wir gemeinsam mit dem Betreiber geprüft und gerechnet – und am Ende sauber umgesetzt.
Die Testläufe gehen noch bis Ende dieser Woche, danach kann wie geplant die Eisproduktion starten. Der Schanzenbetreiber liefert dann nur noch den Teppich und Voila - die Schanze kann pünktlich und zuverlässig in den Winterbetrieb gehen. Auch wir haben damit fertig und sagen: Pfiati usm Ländle!










